Mancher erinnert sich sicher noch an die gestreiften oder klein-geblümten Polyester-Kittel, die fleißige Hausmütterchen in den Fünfzigern und Sechzigern trugen. Damals konnten sich nur die Damen von höherem Stand leisten, ein Tageskleid ohne so ein modisches Ungetüm zu tragen – denn sie ließen arbeiten statt selbst Hand anzulegen. Angesichts der heutigen Haushaltsführung und neuer Waschmitteltechnologien kann man diese wenig kleidsamen Ungetüme heute getrost ins modische Abseits kicken. Man sieht solche Kittelschürzen nur noch an älteren Damen, die auch den Staubwedel noch schwingen und lieb gewordenen Gewohnheiten nachgehen. In den Katalogen einschlägiger Versandhäuser tauchen die pflegeleichten Polyesterkittel allerdings immer noch auf. Sie heißen heute allerdings schamhaft Kittelette. Hübscher sind sie dadurch nicht geworden.
Man trägt heute lieber eine Jeans oder ein Tageskleid. Die Frau ist heute oft berufstätig und muss häufig ohnehin Berufsbekleidung tragen – beispielsweise einen Arztkittel – oder zumindest einem bestimmten Dresscode folgen. In manchen Berufen bekommt man eine firmentypische Bekleidung gestellt, in anderen wieder kann man ganz normal gekleidet zur Arbeit kommen. In Banken und bei Versicherungsagenturen ist es üblich, gedeckte Farben zu tragen. Tageskleider eignen sich einfach für jeden Zweck: Man geht damit einkaufen, zur Arbeit, besucht die beste Freundin, bringt die Kinder zum Balett. Ein hübsches Tageskleid ist sozusagen eine Verbrauchsbekleidung. Dementsprechend sollte es kleidsam, aber pflegeleicht sein. Zeitlosigkeit in Schnitt und Muster stellen sicher, dass das Lieblings-Tageskleid mehr als einen Sommer lang im Schrank hängen darf. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass man nicht allzu Trendiges kauft, das einem im nächsten Sommer nicht mehr gefällt. Steht einem ein Schnitt besonders gut, empfiehlt es sich, gleich mehrere Tageskleider in verschiedenen Farben zu kaufen. Manche kombinieren sich gut mit verschiedenen Gürteln. Man kann sie zudem mit Westen oder Broschen, Ketten oder Pashminas kombinieren und so für mehr modische Abwechslung sorgen. Mal uni und mal geblümt -und schon fällt niemandem mehr auf, dass es immer derselbe Schnitt ist.
Mindestens sieben Tageskleider sollte man haben, aber mehr darf es ruhig sein. Allerdings ist es auch anzuraten, gelegentlich eine Hose oder ein Ensemble aus Rock und Bluse zu wählen. Gut angezogen zu sein, hat heute eine Signalwirkung, die man nicht unterschätzen sollte. Man tragt heute zu jeder Jahreszeit Tageskleider. Es gibt sogar welche aus wunderbar warmem Fleecematerial. Erlaubt ist, was geht. Und auch die modische Farbpalette erlaubt, dass man die passenden Farbnoten auswählt, die den Teint vorteilhaft betonen. Ob Mini, Midi oder Maxi – Tageskleider liegen voll im Trend!